Radfahren stärkt Herz und Kreislauf
Radfahren ist beliebt, und das nicht ohne Grund: Wenn du regelmäßig in die Pedale trittst, trainierst du fast nebenbei dein Herz-Kreislauf-System, aktivierst deinen Stoffwechsel und verbesserst deine Kondition – und das besonders gelenkschonend. Zudem kräftigt Radfahren zwar vor allem die Muskeln an den Beinen, aber auch der Po, die Arme, der Nacken, die Schultern und die Rumpfmuskulatur profitieren davon. Ein weiterer Vorteil: Die Bewegung an der frischen Luft baut Stress ab und hellt die Stimmung auf.
Radfahren: So profitiert dein Körper
Radfahren ist auch für MS-Betroffene sehr gut geeignet. Ganz allgemein erreichst du damit Folgendes:
- bessere Beweglichkeit
- bessere Koordination
- bessere Ausdauer
- besseres Gleichgewicht
Ganz nebenbei verbessert sich zudem dein Gehvermögen. Denn regelmäßiges Radeln trainiert vor allem Muskeln wie Fußheber, Hüftbeuger sowie Oberschenkel- und untere Bauchmuskulatur: Sie sind wichtig für das Gehen und bei MS-Betroffenen häufig schon sehr früh geschwächt. Auch auf MS-typische Symptome wie Fatigue wirkt Radfahren positiv. Und das ist noch nicht alles: Denn das Fahrrad gibt vielen MS-Patienten ihre verlorengegangene Mobilität zurück: Orte, die vorher aufgrund körperlicher Einschränkungen unerreichbar waren, kannst du damit wieder problemlos ansteuern.
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Sicheres Training: Tipps für unbeschwertes Radeln
Wenn du als MS-Betroffener Radfahren möchtest, solltest du auf ein paar Dinge achten:
- Helm und feste Schuhe tragen
Solltest du stürzen, schützt ein Helm vor Kopfverletzungen. Rutschfeste, gutsitzende Schuhe geben dir auf den Pedalen sicheren Halt.
- Zustand des Fahrrads
Funktionieren Licht und Bremsen? Sitzen alle Schrauben fest? Ist die Kette gut geölt? Wie sehen die Reifen aus? Technische Mängel bitte sofort beheben! Generell solltest du dein Rad ein- bis zweimal im Jahr von einem Fachmann überprüfen lassen.
- Nichts übertreiben
Passe dein Tempo und die Strecke, die du fährst, an deine körperlichen Voraussetzungen an.
- Fahrrad bei Bedarf umrüsten
Bei fortgeschrittener Symptomatik kannst du dein Fahrrad an deine Bedürfnisse anpassen lassen. Umrüstungsmöglichkeiten betreffen zum Beispiel spezielle Lenkhilfen oder Pedale, tiefe Einstiege, mehrere Gänge sowie Fixierungen für die Füße.
- E-Bike
Fahrräder mit zuschaltbarem Elektromotor können dein Training unterstützen. Wichtig dabei ist, dass genügend Reaktionsfähigkeit vorhanden ist, um zum Beispiel beim schnellen Anfahren entsprechend reagieren zu können.
Radfahren trotz körperlicher Einschränkungen
- Vor allem wenn du Gleichgewichtsprobleme hast, sind ein Hometrainer oder ein Dreirad für Erwachsene (Trike) das ideale Trainingsgerät. Das Dreirad hat den Vorteil, dass du damit auch mobil bleiben kannst, selbst wenn Gehen und normales Radeln schwerfallen.
- Selbst Rollstuhlfahrer können Rad fahren. Das sogenannte Handbike wird allein durch Armkraft angetrieben. Als Adaptivbike lässt es sich an fast jeden handelsüblichen Rollstuhl montieren. Das reine Rennbike kommt ohne Rollstuhl aus.