Multiple Sklerose
Leben mit MS
Service
msCommunity
Anmelden
Wir sind für dich da: 0800 030 77 30 oder Video-Line
zurück
zurück
  • Multiple Sklerose
  • Leben mit MS
  • Service
  • msCommunity
  • Anmelden
  • leben-mit-ms
    Partnerschaft

    Sexualität: gemeinsam den richtigen Weg finden

    Partnerschaft
    April 09, 2019

    Viele MS-Betroffene haben Probleme mit ihrem Sexualleben. Das liegt nicht nur an den körperlichen, MS-bedingten Beeinträchtigungen. Auch die psychischen Belastungen, die bei einer chronischen Erkrankung auftreten, können die Lust auf Sex verringern. Zwar stehen verschiedene Medikamente und Hilfsmittel zur Verfügung. Entscheidend ist aber, dass beide Partner offen miteinander reden und einen gemeinsamen Weg für ein erfülltes Sexualleben finden.

    Weg für ein erfülltes Sexualleben finden

    Sexualstörungen: Das sind die Ursachen

    Störungen des Sexuallebens treten bei MS-Betroffenen etwa drei- bis viermal häufiger auf als bei Menschen ohne MS. Das hat verschiedene Ursachen. Zum einen können im Verlauf einer MS körperliche Probleme entstehen, die das Sexualleben beeinträchtigen. Dazu zählen zum Beispiel Schäden am Rückenmark oder Hirn. Das kann zu Erektionsstörungen, Libidoverlust, trockener Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, eingeschränkter Erregungsfähigkeit bis hin zum ausbleibenden Orgasmus führen. Auch bestimmte Symptome wie Blasenstörungen, Fatigue oder Spastik können ein erfülltes Sexualleben schwierig machen.

    Zudem geht eine chronische Erkrankung wie Multiple Sklerose immer mit einer starken psychischen Belastung einher, die das seelische Gleichgewicht des Betroffenen selbst und seiner Angehörigen stört. Auch das kann häufig die Ursache dafür sein, dass das Interesse an Sex nachlässt. Vielleicht fühlst du dich seit der MS-Diagnose nicht mehr attraktiv genug? Oder du schämst dich für deinen Körper? Vielleicht hat dein Partner Angst, dich sexuell zu überfordern und unterdrückt seine Wünsche? Beides kann dazu führen, dass man unsicher wird, sich immer mehr zurückzieht und sich im schlimmsten Fall von seinem Partner entfremdet.

    Über Sexualität sprechen: Missverständnisse vermeiden

    Um Missverständnisse zwischen dir und deinem Partner zu vermeiden, solltet ihr von Anfang an über eure Unsicherheiten und Ängste, aber auch über eure Wünsche miteinander reden. Dabei solltet ihr versuchen, über eure Gefühle zu sprechen, ohne den anderen zu verletzen oder zu kritisieren. Und konzentriert euch nicht nur auf das, was in eurem Sexualleben nicht rund läuft. Auch Dinge, die euch Spaß machen und bei denen ihr euch wohlfühlt, sind wichtig – vor allem wenn es darum geht, Wünsche für die Zukunft zu formulieren. Je klarer und offener ihr dabei seid, desto mehr habt ihr beide davon.

    Persönliche Themen bespricht man am besten vertraulich. Erfahrene MS-Coaches im MS Service-Center haben ein offenes Ohr und guten Rat. Nimm einfach Kontakt auf.

    Erfüllte Sexualität: keine Angst vor Hilfsmitteln

    Für bestimmte körperliche Beeinträchtigungen stehen Hilfsmittel zur Verfügung:

    • Scheidentrockenheit:
      fettfreie Gleitcreme
    • Inkontinenzprobleme:
      vor dem Zusammensein wenig trinken, Blase durch Klopfmassage oder Selbstkatheterisierung entleeren
    • Spastik:
      Welche Stellung löst am wenigsten Spastiken aus?
    • Empfindungsstörungen:
      Gibt es andere erogene Zonen an deinem Körper? Vielleicht hilft auch ein Vibrator weiter?

    Wichtig ist, dass sich beide Partner damit wohlfühlen und ihr euch nicht unter Druck setzt. Denn dann wird auch das beste Hilfsmittel zu einer gelösten Sexualität zum Lusttöter.

    Medikamente bei Sexualstörungen

    Bei Erektionsstörungen können sogenannte PDE-5-Hemmer helfen. Sie sorgen dafür, dass der Penis besser durchblutet wird. Sie sollten nur nach einer ärztlichen Kontrolle des allgemeinen Gesundheitszustandes eingenommen werden. Zudem können diese Medikamente eine Erektion nur dann unterstützen, wenn bereits eine sexuelle Erregung des Mannes vorhanden ist. Frauen mit MS haben manchmal das Problem, dass eine Spastik im Beckenboden oder der Muskeln an der Innenseite der Oberschenkel den Geschlechtsverkehr und das Eindringen des Penis erschwert. Hier stehen spastikreduzierende Medikamente zur Verfügung.

    Mitunter kann es eine Weile dauern, bis der Arzt die richtige Dosierung dieser Präparate findet. Vor allem bei den PDE-5-Hemmern kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen, wenn das Medikament zu hoch dosiert ist.

    Eines ist wichtig: Medikamente zur Behandlung von Sexualstörungen solltest du nie ohne ärztliche Beratung und ohne Verschreibung einnehmen. Vor allem im Internet kursieren immer wieder zweifelhafte Angebote, über die man Präparate ohne Rezept kaufen kann.

    Neutrale Beratung durch einen Therapeuten

    Auch wenn es euch vielleicht schwerfällt – manchmal ist die Situation so verfahren, dass nur noch eine neutrale Person von außen weiterhelfen kann. Als Paar solltet ihr damit nicht zu lange warten. Denn oft kann ein Gespräch mit einem Sexualtherapeuten Probleme schnell lösen. Um einen geeigneten Therapeuten in deiner Nähe zu finden, wendest du dich am besten an deinen behandelnden Arzt.

    Praktische Tipps und Anregungen

    • Der Weg ist das Ziel:
      Genießt euer Zusammensein, ohne jedes Mal verbissen auf den Höhepunkt hinzuarbeiten. Es muss auch nicht immer zum Geschlechtsverkehr kommen. Eine gegenseitige Massage und das Entdecken anderer erogener Zonen als der Genitalien kann ebenso Spaß machen und lustvoll sein.
    • Lusttöter vermeiden:
      Ein üppiges Essen bei einer gemütlichen Flasche Wein ist vielleicht nicht die beste Voraussetzung dafür, einander später noch näherzukommen. Auch ein ausgiebiges Sportprogramm, nach dem beide Partner nur noch schlapp auf dem Sofa liegen, ist ungünstig.
    • Sex kann man planen:
      Im Alltag geht das Zusammensein oft unter. Sex muss aber nicht spontan passieren. Man kann ihn auch planen. Überlegt gemeinsam, welche Tageszeit am günstigsten ist. Das erfordert manchmal auch etwas Organisation, zum Beispiel wenn Kinder da sind. Doch es lohnt sich, sich regelmäßig zum Sex zu verabreden.
    • Neues ausprobieren:
      Lasst eure erotischen Fantasien zu und holt euch Anregungen durch Filme oder Bücher. Erlaubt ist, was beiden gefällt. Und wer Neues ausprobiert, kann dadurch sein Lustempfinden und die gemeinsame Freude an der Sexualität steigern.

    Auch per App lassen sich für Paare in und außerhalb des Schlafzimmers wieder Schwung und Kreativität in die Beziehung bringen. Die App Kindu bietet die Möglichkeit, sich mit seinem Partner offen über erotische Fantasien und weitere Ideen für die Beziehung auszutauschen. Das Ganze funktioniert über ein Match-Konzept. Nur wenn beide Partner angeben, dass sie Interesse an einer bestimmten erotischen oder auch sonstigen Idee haben, kommt ein „Match“ zustande. Erst dann erfahren beide Partner von der gemeinsamen Vorliebe. Kommt dagegen eine bestimmte Idee für einen der Partner nicht infrage, erfährt dieser auch nicht, was der andere darüber denkt. Schön ist, dass man nicht zwingend auf bereits von der App vorgegebene Ideen zurückgreifen muss, sondern auch selbst Vorschläge erstellen kann.

    Die App Kindu ist kostenlos für iOS und Android erhältlich und in englischer Sprache.

    Biogen-13460

    So kannst du uns erreichen!

    MS Service-Center anrufen
    E-Mail an das MS Service-Center verfassen
    Cleo App benutzen

    Weitere interessante Inhalte

    Partnerschaft
    Partnerschaft:
    So lassen sich Probleme lösen
    Partnerschaft
    Herausforderung Multiple Sklerose: da sein, ein offenes Ohr haben, Verständnis zeigen
    Alltag
    In der Ruhe liegt die Kraft: Mach mal Pause
    Biogen
    • ©2019
    • Datenschutzerklärung
    • Cookies
    • Impressum
    • Kontakt
    Wir sind für dich da: 0800 030 77 30 oder Video-Line
    • MS Service-Center
    • E-Mail verfassen
    • Cleo-Chat verwenden
    • Lasche schließen
    Wir sind für dich da: 0800 030 77 30Zum MS Service-Center