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    Ernährung

    Superfoods: Was ist dran am Hype?

    Ernährung
    14. Mai 2020

    Was kann ich noch für meine Gesundheit tun? Die Gedanken von Menschen mit MS kreisen oft darum, wie sie ihren Lebenswandel zusätzlich positiv beeinflussen können. Manche wagen beim Thema Ernährung den Blick über den Tellerrand: Superfoods. Im Lexikon werden sie als sogenannte „Super-Lebensmittel“ umschrieben. Eine schier unüberschaubare Ansammlung an Nahrungsmitteln wird dementsprechend beworben. Ihnen werden positive gesundheitliche Wirkungen nachgesagt. Aber halten diese, was ihr Name verspricht?

    Was sind eigentlich Superfoods?

    Superfood ist im Grunde ein Marketing- und Modebegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt. Eine offizielle oder rechtlich bindende Definition gibt es nicht. Generell handelt es sich bei Superfoods um Obst, Gemüse, Samen, Nüsse, Algen oder Wurzeln, die besonders viele Nährstoffe oder von einzelnen Nährstoffen eine große Menge besitzen. Laut Werbung sind sie vollgepackt mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien, Phytonährstoffen und anderen mehr oder minder gesund klingenden Dingen. Hier einige der bekanntesten Superfoods: Chia-Samen, Granatapfel, Goji-Beeren, Heidelbeeren, Chlorella-Algen und die Acerola-Kirsche.

    Superfoods: wirklich super?

    Um Tatsachen und Medienrummel zu unterscheiden, sollte man einen Blick hinter die Medienberichte werfen und darauf achten, was die Wissenschaft zum Thema Superfoods zu sagen hat: z. B. zum Thema Antioxidantien. Einige Superfoods werden aufgrund ihrer hohen Konzentration von Antioxidantien beworben. Viele davon zu haben hört sich vielversprechend an, denn Antioxidantien können tatsächlich Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Doch die meisten Studien, die eine Wirkung auf Superfoods untersuchen, können nicht 1:1 auf den menschlichen Verzehr umgesetzt werden. Bei vielen Studien waren Menschen gar nicht beteiligt. Andere Studien verwenden in ihren Versuchsansätzen so große Mengen, die sich mit normaler Ernährungsweise gar nicht erreichen lassen. Auch bedenkenswert: Nahrungsmittel können nicht isoliert voneinander betrachtet werden, denn der Mensch nimmt verschiedene Lebensmittel in Kombination zu sich.

    Fazit: Sollen Superfoods auf den Tisch?

    Manche Medien vermitteln den Eindruck, andere Nahrungsmittel seien weniger gesund als Superfoods. Doch es ist belegt: Viele einheimische altbekannte Lebensmittel liefern genauso viele wertvolle Nährstoffe, wie in den Superfoods nachgewiesen. Zum Beispiel enthalten Karotten, Äpfel und Zwiebeln viele gesundheitsfördernde Nährstoffe: Betacarotin, Ballaststoffe oder das Flavonoid Quercetin. Auch Vollkornvarianten von Brot oder Nudeln sind reich an Ballaststoffen. Sinnvoll ist auch, auf heimische saisonale Produkte zurückzugreifen: Das schmeckt und ist auch noch besser für die Umwelt. Schon ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse ist bestens geeignet, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

    Sicher können Superfoods den täglichen Nahrungsbedarf ergänzen. Ein Joghurt mit Chia-Samen schmeckt gut und ist nicht schlecht für die Gesundheit. Allerdings reicht es nicht, sich auf eine Handvoll angeblicher Superfoods zu konzentrieren. Vor allem sind Superfoods ein Trend, der für die Nahrungsmittelindustrie ein Millionengeschäft bedeutet.

    Du fragst dich vielleicht, wie du dich bei MS am besten ernährst? Im MS Service-Center stehen dir erfahrene MS-Coaches für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Nimm einfach Kontakt auf.

    Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist eine verlässliche Quelle, wenn du dich über Fragen der Ernährung umfassend informieren möchtest. Die Empfehlung, sich vollwertig zu ernähren, beschreibt die DGE wie folgt: Man sollte die Lebensmittelvielfalt genießen, abwechslungsreich essen und überwiegend pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. Mit einer schonenden Zubereitung bleiben viele Nährstoffe erhalten. Beim Kochen sollten Salz und Zucker eingespart werden – und pflanzlichen Ölen sollte man gegenüber tierischen Ölen den Vorzug geben.

    Iss Gemüse und Obst: Genieße mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag. Zur bunten Auswahl gehören auch Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen) sowie Nüsse.

    Vollkorn wählen: Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit.

    Die Auswahl mit tierischen Lebensmitteln ergänzen: Milch und Milchprodukte gehören täglich auf den Tisch. Ob als Joghurt, Buttermilch, Kefir, Quark oder Käse – die Vielfalt ist riesig.

    Bei Fleisch gilt: nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.
    Für Fisch gibt es die Empfehlung: ein- bis zweimal die Woche. Eier können den Speiseplan ergänzen.

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