Der Untersuchungstermin rückt näher: Fragen über Fragen
Mit den Ergebnissen kommt die Auswertung durch den Facharzt. Und gerade was MRT-Aufnahmen anbelangt, ist deren Aussagekraft recht hoch. Was ist, wenn die Diagnose anschließend steht? Wie sehr wird die MS meinen Lebensplan durcheinanderwerfen? Welche Medikamente muss ich nehmen, um die MS effektiv zu kontrollieren? Warum habe ich von den neuerlichen Entzündungen nichts gemerkt? Habe ich irgendetwas falsch gemacht? Verunsicherungen und Sorgen vor der Zukunft können in diesem Moment sehr stark sein. Was tun?
Verhalten vor der Untersuchung: häufig typabhängig
Der Umgang mit einem näher rückenden Untersuchungstermin hängt häufig auch davon ab, welcher Typ man ist. Oft spielt die Erziehung eine Rolle, manchmal einfach auch die Tagesform. Der eine begegnet einer chronischen Erkrankung generell mit den Worten „Ich tue etwas dagegen“, der andere ist aufgeregt und wie gelähmt. Dann wiederum gibt es Menschen, die sich passiv verhalten und sich keine großen Gedanken machen wollen.
Welcher Weg der Bewältigung einer Multiplen Sklerose empfehlenswert ist, lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Was für den einen gut ist, muss für den anderen nicht unbedingt gelten. Zahlreiche Experten sind jedoch überzeugt, dass eine aktive Auseinandersetzung langfristig besser ist. Die Dinge zu ignorieren bringt wenig: Kurzfristig mag es zu emotionaler Entlastung führen, einen Untersuchungstermin nicht wahrzunehmen und lieber im Ungewissen zu bleiben. Längerfristig betrachtet überwiegen auf jeden Fall die Vorteile, sich aktiv mit seiner MS auseinanderzusetzen.
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Das spricht dafür, Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen
Mit Hilfe aktueller MRT-Bilder kann nicht nur der Verlauf einer MS beurteilt werden. Auch die Entstehung anderer Erkrankungen kann frühzeitig entdeckt werden. Bei 85 % der Patienten ist MS bereits im Frühstadium in der MRT erkennbar. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto eher lässt sich das Fortschreiten der MS eindämmen. Diese Chance sollte sich keiner entgehen lassen, der von MS betroffen ist.
Think positive: möglichen Bedenken begegnen
Es gibt eine Vielzahl kleiner Hilfen, die dir den Umgang mit Ängsten und Bedenken im Zusammenhang mit den Ergebnissen von Diagnosen erleichtern können.
- Informationen einholen: Manchmal kann die eigene Fantasie bedrohlicher wirken als die Wirklichkeit. Informiere dich fachlich über deine Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten.
- Selbstvorwürfe nicht zulassen: Erbliche und äußere Faktoren spielen bei der Entstehung der MS eine Rolle. Einiges ist schon erforscht, vieles noch unklar. Mach dich auf jeden Fall frei von eventuellen Selbstvorwürfen, du hättest Schuld an deiner MS.
- Planen: Es kann helfen, frühzeitig Eventualitäten zu durchdenken. Dabei können Dinge zur Sprache kommen, wie z. B. mögliche Therapieformen.
- Ängsten und Bedenken Ausdruck verleihen: Mit Malen, Schreiben und anderen schöpferischen Tätigkeiten kannst du deinen Sorgen Gestalt geben. Manche empfinden diesen Weg als entlastend.
- Sich an erfolgreich gemeisterte Schwierigkeiten erinnern: Das stärkt dein Gefühl, schon ganz andere Dinge bewältigt zu haben.
- Entspannen: Yoga, Atemübungen und Achtsamkeitsübungen können dem Körper die Anspannung nehmen, die vor und während der Untersuchungen entsteht.