MS - Erfahrung

Verletzlichkeit nach ms Diagnose. Meine Freundin hat eine Aussage von mir tief verletzt.

Hier soll es um all die Menschen gehen, die so wichtig sind in schweren Zeiten.
von Johmrupe
Am
Beiträge: 1
Registriert: 7. Dezember 2021, 16:19

Verletzlichkeit nach ms Diagnose. Meine Freundin hat eine Aussage von mir tief verletzt.

Die Diagnose MS meiner Freundin kam vor ca einem Monat. Es ist alles recht überwältigend gewesen und ist es noch. Wir sind erst seit 3 Monaten zusammen.
Wir hatten vor kurzem eine Unterhaltung über die Einnahme von Medikamenten-also sie sprach darüber auch über andere Sachen MS betreffend. Sie sagte später sie wolle sich motivieren und nach vorn blicken.
Zu den Medikamenten wollte ich zu bedenken geben das man vielleicht auch irgendwann die Schnauze voll davon hat und Alternativen suchst. Diesen Satz konnte ich nicht mal zu Ende sprechen-mich ausdrücken. Das hat sie verletzt.
Ich kann verstehen das alles neu ist und es es unvorstellbar für mich ist was sie gerade durchmacht. Für sie war meine Aussage sehr schlimm, für mich jedoch nicht in dem Moment. Ich habe nicht gleich verstanden was los war. bin ich so unsensibel und ein schlechter Mensch weil ich das gesagt habe? Ist die Situation schuld? Muss ich so sehr auch in Zukunft aufpassen was ich sage?

von BirgitS
Am
Beiträge: 6846
Registriert: 27. Januar 2015, 13:30

Re: Verletzlichkeit nach ms Diagnose. Meine Freundin hat eine Aussage von mir tief verletzt.

Hallo,

hab Geduld. Sie muss ja auch erst alles sortieren und sich einfinden.

Ihr selbst seid ja auch erst in den Kennenlernphase.

Birgit

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von Kira89_MS_ist_Scheiße
Am
Beiträge: 4
Registriert: 10. Januar 2022, 16:51

Re: Verletzlichkeit nach ms Diagnose. Meine Freundin hat eine Aussage von mir tief verletzt.

Hallo,
ich selbst habe MS und mein Mann hat damals etwas ähnliches zu mir gesagt wie du zu deiner Freundin. Er ist total dagegen, dass ich gleich sofort die Basistherapie begonnen habe und die Pharmaindustrie da Mittel in mich pumpt wo nicht zu 100% helfen. Zu Anfang wollte ich das auch nicht hören. Vielleicht kann ich es dir so erklären: Wenn du die Diagnose hast dann gibt es Menschen wo das hart trifft und die das umwirft und erstmal verarbeiten müssen. So wie ich das lese, ist deine Freundin eher wie ich und will versuchen es zu bekämpfen/abzumildern und das Krönchen wieder zu richten und tapfer in die Zukunft schauen. Und wenn man dieser Typ ist, dann hilft es natürlich, dass es Ärzte und Firmen gibt die ein Medikament haben, das dir unter die Arme greift und dir helfen die Krone wieder aufzurichten. Das dieses vielleicht nicht hilft will man am Anfang der Therapie nicht hören. Mein Rat an dich: Wenn sie nach vorne schauen will dann bremse sie nicht aus mit "vielleichT" und "aber" sondern stell dich daneben nimm ihr Hand und sag- ja du packst das und die Medikamente helfen bestimmt und das versuchen wir nun. Die Zeit zeigt alles weitere.

Liebe Grüße
Kira