MS - Neudiagnose

Diagnose während Elternzeit

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von Sabbl89
Am
Beiträge: 6
Registriert: 2. April 2022, 10:16

Diagnose während Elternzeit

Hallo,
meine MS-Diagnose bekam ich vor 2 Wochen. Auf Grund von Sensibilitätsstörungen in Unterbauch bis zu den Füßen runter war ich beim Arzt, welcher mich dann in ein KH mit Neurologie geschickt hat. Lumbalpunktion, MRT und EEG wurden gemacht, Kortison Stoßtherapie ebenfalls. Ich habe mehrere Entzündungsherde im Halswirbel und im Gehirn. Laut Neuro eine hochaktive Form. Soweit so gut (oder auch nicht). Die Diagnose kam zu einem richtig doofen Zeitpunkt. Ich befinde mich derzeit noch in Elternzeit und in 3 Wochen wollte ich meine Arbeit wieder aufnehmen. Elternzeit verlängern geht leider nicht mehr. Aber die Arbeit wieder aufnehmen, bin ich ganz ehrlich, fühle ich mich noch nicht bereit. Meine Symptome habe ich immer noch. Wäre daher eine Krankmeldung vom Neurologen möglich und sinnvoll? Bin über jede Hilfe und Tipps dankbar.

von BirgitX
Am
Beiträge: 158
Registriert: 2. April 2022, 10:08

Re: Diagnose während Elternzeit

Hallo Sabbl,

wenn man nicht arbeiten kann, weil man krank ist, sollte man sich krankschreiben lassen.

Klar ist der Zeitpunkt nicht günstig, wenn man eigentlich wieder einsteigen will, aber was ist die Alternative?

Ich würde da mit dem Neurologen darüber sprechen.

Birgit

von Sabbl89
Am
Beiträge: 6
Registriert: 2. April 2022, 10:16

Re: Diagnose während Elternzeit

Ja da hast du Recht.
Ich hatte letzte Woche ein erstes Gespräch mit meiner Geschäftsleitung nach der Diagnose. Sie waren zwar verständnisvoll auf der einen Seite, auf der anderen waren sie aber auch, naja wie soll ich sagen, doch nicht soo verständnisvoll. Es kamen Sätze wie "ja aber vom daheim rumsitzen wirds ja auch nicht besser"... das hat mich echt ein bisschen verunsichert.
Ich habe erst mit dem Gedanken gespielt die Elternzeit zu verlängern.
Ich denke das Beste ist da wirklich ne Krankmeldung. Weiß bisher nicht wie die Krankheit bei mir verläuft bzw. wie die Therapie bei mir anschlägt. Denke ich bin soweit fürs Arbeiten wenn ich wieder "stabil" bin. Ich hoffe mein Arbeitgeber hat dafür Verständnis.

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von Glückskind66
Am
Beiträge: 6381
Registriert: 28. Juli 2014, 07:55

Re: Diagnose während Elternzeit

Hallo Sabbl,

Du solltest Dich jetzt erst einmal um Dich kümmern und Deinem Körper auch Zeit geben, sich wirklich von dem Schub zu erholen. Das dauert möglicherweise länger als Dir und Deiner Geschäftsleitung lieb ist. Ein neuer Schub wäre aber auch nicht die Lösung.

Man braucht durchaus etwas Zeit, diese Diagnose zu verkraften und den Umgang damit zu lernen. Du startest offensichtlich auch mit einem Medikament gegen die MS. Auch die sind nicht ohne und der Einstieg ist sicher besser zu verkraften, wenn dies in relativer Ruhe geschehen kann.

Dein Neurologe ist hoffentlich einer von den guten und kann Dich entsprechend beraten. Manchmal ist aber auch der Hausarzt, der einen ja besser kennt, eine gute Anlaufstelle für solche Dinge.

Alles Gute

Marga

von Sabbl89
Am
Beiträge: 6
Registriert: 2. April 2022, 10:16

Re: Diagnose während Elternzeit

Hallo Marga,

Danke für deine Antwort. Das stimmt. Man selbst und vor allem der Körper brauchen Zeit, das alles zu verkraften.
Hinzu kommt bei mir auch ganz schlimm Fatique. Je nach Stresslevel ist es mal besser, mal schlechter.
Ich denke das Beste für mich und meinen Körper ist den Arbeitsbeginn noch ein wenig nach hinten zu schieben bis ich mental und körperlich einigermaßen wieder stabil bin.
Mein Neurologe ist da echt super und mein Hausarzt auch. Ich kann mit beiden gut und offen sprechen.

Wir haben vor einer Woche mit Ofatumumab (Kesimpta) gestartet. Bisher vertrag ich es ganz gut, mein Schub hab ich aber immernoch :(
Hoffe dass das auch bald besser wird.

von BirgitX
Am
Beiträge: 158
Registriert: 2. April 2022, 10:08

Re: Diagnose während Elternzeit

Hallo Sabbl,

das ist von deinem Arbeitgeber so leicht hingesagt.

Du wirst sicherlich den richtigen Zeitpunkt finden, wenn du wieder belastbar für die Arbeit bist.

Bei mir war nach der Diagnosestellung und dann anschließender Reha nach 6 Wochen der Punkt da, als ich wieder arbeiten wollte. Aber ich arbeite Teilzeit, da ist das nochmal was anderes.

Birgit