MS - Neudiagnose

Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Diese Frage verunsichert, hier können Sie sich Luft verschaffen. Für eine Diagnose sollte aber ein Arzt konsultiert werden.
von erdenmutter
Am
Beiträge: 7
Registriert: 24. Mai 2017, 23:31

Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Hallo Ihr Lieben,

ich habe schon seit fast 15 Jahren die Symptome für eine Nerven- oder Muskelerkrankung ( Symptome: Sensibilitätsstörungen, fortlaufende Muskelschwäche/ Morgensteifheit, brennender Schmerz im Rückenmark, Nähe Steissbein, entzündlicher morgendlicher Rückenschmerz, Freezingmoments, zahlreiche Sehnenentzündungen und Bursitiden)( Z. n. Borreliose 2001) und wurde jetzt im rheumatischen Formenkreis auf eine entzündliche Erkrankung mit Cortison und dem Immunsuppressiva MTX, Azathioprin und Sulfasalazin behandelt. Da ich aber ein pathologisches EMG habe, vermutete der Rheumatologe noch eine weitere neurologische Erkrankung. Leider sind wir da, bisher noch nie weitergekommen, da ich im Blut keinerlei Antikörper, noch Entzündungswerte habe.

Jetzt habe ich plötzlich eine Sehnervenentzündung re Auge bekommen und war letzte Woche zur MS Abklärung und 1g Urbason Cortisontherapie im Krankenhaus. Der Arzt bestätigte, dass durch die pathologischen Befunde des ENG und EMGs und dem pathologischen Liqourbefund eine Frühstufe von MS vorliegt und sich Herde in Rückenmark, Schädel oder HWS noch bilden können. Es wurde ein MRT vom Schädel gemacht, dass unauffällig war und er will jetzt zusätzlich noch die Myasthenie Gravis wegen meiner Abnormen Muskelermüdung abklären.

Ich bin jetzt nach dem Krankenhaus von dem Urbason 500 mg, dann auf das 100mg Prednison, welches ich auch aus dem Rheuma kenne, umgestellt worden. Ich soll nun bis Ende des Monats, da habe ich meinen ersten Besprechungstermin und Medikamenteneinstellung bekommen auf eine Erhaltungsdosis von 20 mg kommen und bleiben.

Ich verstehe im Moment nur Bahnhof.

Daher meine Frage, ob sich Jemand damit auskennt und mir ein bisschen weiterhelfen kann. Ich bin selbst gelernte Arzthelferin aus der Neurologie. Das liegt aber schon viele Jahre zurück! ENG: Keine lumbalen Antwortpotentiale auslösbar. Allgemein Amplituden li viel kleiner als re (li:0,4 µV und re:1,4 µV) und EMG ( viel zu kleine Wellen, leichte Spontanaktivität nachweisbar) stellen für mich kein Problem da.

Mein Liqourbefund ist wie folgt:

Liqour: klar Ok

LiqourLeukos: 1/µ Ok

Mononukleär Z.i.Liquor: 80%

Polymorphkernige Z.i.Liqour: 20%

Eiweiss im Liquor: 76 + mg/dl 20-50

Albumin im Liquor: 58,8 + 11-35

IgG im Liquor: 6,40 + 0.5-6.1

Albumin Quotient: 12,78 + unter 6,5

IgG Qutient: 8,30 s. Reiber

HSV und VZV stehen noch aus

Klar ist, dass eine Schrankenstörung vorliegt. Laut Labor kommen die IgGs mit dem Albumin durch die Schrankenstörung, wenn der Quotient fast gleich ist. Ist das hier der Fall? Oder haben sich die IgGs im Nervenwasser gebildet? Kann das auch durch einen Bandscheibenvorfall vor knapp 2 Jahren kommen? Bei mir wurden im Blut keinerlei Antikörper nachgewiesen, als IgGs im normalen, ganz unteren Bereich. Ich hatte jedoch vor 4 Wochen eine Immunadsorption (Blutwäsche). Der Rheumatologe hatte versucht herauszufinden, ob ich unter einer Immunerkrankung leide und sich meine Beschwerden durch die Blutwäsche bessern. Hat das auch Einfluss darauf?

Vielen Dank für Eure Hilfe!!!

Benutzeravatar
von Trof
Am
Beiträge: 4444
Registriert: 2. Februar 2013, 20:39

Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Hallo Erdenmutter,

ich würde deinen Text mal hier im Expertenforum einstellen.
Dort antworten dir Ärzte, die sicher kompetent auf deine Fragen antworten können ;-)

Wir Betroffene sind ja leider auch nur Laien.

Die Experten antworten von Mo-Fr, an Wochenenden nicht.

LG
Steffi

von erdenmutter
Am
Beiträge: 7
Registriert: 24. Mai 2017, 23:31

Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Hallo Steffi,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Ich habe es nun mal kopiert und mich getraut es doch in das Experten Forum zu stellen. Leider bin ich mir da nicht sicher, eine Antwort zu halten, da ich bei meinem letzten Beitrag, auch darauf Aufmerksam gemacht worden bin, solange ich keine klare MS Diagnose habe, stehe mir der Experten Rat nicht zur Verfügung. Daher solle ich mich doch an die Community wenden.

http://www.ms-life.de/ms-community/expertenrat/expertenforum/beitraege/expertenteam/neuroborreliose_ms_oder_sonstige_myopathische_erkrankung/#pi

LG und ein schönes WE :)
Melanie

von Brillosaurus01
Am
Beiträge: 7201
Registriert: 24. Januar 2013, 16:23

Was bedeuten diese Liquorbefunde?


Hallo Melanie,

warum stellst du die Frage nicht dort, wo man dir das Ergebnis mitgeteilt hat ?

Die dürften doch als erstes in der Pflicht sein, einen Befund auch zu erklären.

Bei uns Foris hier, dürfte es sich größtenteils nur um Laien handeln.

LG, Jörg

Es gibt auch eine Plattform im Internet, wo man sich Befunde und Werte erklären lassen kann.

Die Internetadresse habe ich jetzt nicht im Kopf. Müsstest du bei Interesse mal googeln.


von erdenmutter
Am
Beiträge: 7
Registriert: 24. Mai 2017, 23:31

Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Hallo Jörg,

vielen Dank für Deine Antwort.

leider habe ich erst 3 Wochen nach der stationären Entlassung meinen Termin zur Besprechung des weiteren Procedere und ggf. Umstellung auf ein anderes Immunsuppressiva, sobald ich bei meiner neuen Erhaltungsdosis von 20 mg Cortison angekommen bin.

Ich bin zwar schon seit meinem ersten Schub, 2004 in neurologischer und rheumatologischer Behandlung. Bis jetzt hat es aber kein Arzt geschafft, bei mir mit einer Diagnose weiterzukommen. Ich hatte praktisch schon jede Diagnose von: Polymyalgia rheumatica (EMG zeigt an, dass die Nerven und Muskelverbindungen zerstört werden, keinen CRP, Krankheitsabeginn mit 25), Polymyositis (ohne Spontanaktivität und ohne Blutwerte, ohne CK, ohne CRP) Lupus ( C3 un C4 immer zu tief) dann undifferenzierte Kollagenose, MS mit Cortisonmyopathie und Tendopathie, Borreliose-MS, chronische Borreliose, jetzt wieder MS oder doch ALS. Also parallel auch wieder in der ALS-Abklärung.

Ich habe eine Menge pathologischer Befunde und die verschiedensten Symptome. So dass mein Rheuma Prof. für Immunologie, auch selbst an der Uni tätig aus Bad Kreuznach und mein Neurologie Prof. nicht mit einer Erkrankung weitergekommen sind und nun 2 Erkrankungen vermuten, die die Zeit nach Auswahlverfahren und Kriterien erst vollständig zeigen wird.

Soweit ich das verstanden habe und auch von meinem Neurologen gesagt bekommen habe, bin ich nun auch noch pos. für bd. Erkrankungen, also für MS und ALS und so wie er sagt, fehlt nun noch ein kleiner weiterer Hinweis für das Auswahlverfahren und um dadurch endlich eine Diagnose zu bekommen. Herd im MRT, wäre nun MS bestätigt oder in der nächsten Muskelbiopsie ein weiterer Hinweis auf meine Muskelatrophien, Obwohl ich ja auch von rheumatischer Seite, wg. meiner vielen Sehnenansatzentzündungen und Bursitiden, Morgensteifigkeit von 2h, Freezingmoments Tag und Nachts, auch pos für eine rheumatische Erkrankung zu sein scheine, obwohl bei diesen Erkrankungen meine leichte Schrankenstörung und IgG Kongruenz und hohem Eiweiss im Liquor, nichts zu sagen hat.
Daher bin ich auch, trotz fehlender Diagnose schon seit 10 Jahren auf verschiedene Immunsuppressiva und Cortison eingestellt.

Das ist inzwischen so eine Quälerei, vorallem nicht selbst zu wissen, woran man eigentlich ist, so dass ich nun versuche alle meine Befunde selbst zu verstehen und auch selbst weiterzukommen. Und vielleicht den Missing Link selbst zu finden in welche Richtung das nun Alles geht.

LG Melanie



von Lurolilo
Am
Beiträge: 1
Registriert: 9. Oktober 2021, 11:18

Re: Was bedeuten diese Liquorbefunde?

Hallo,
Ich habe zufällig diesen Beitrag von dir gefunden und mich darin 1:1 wieder gesehen.
Was ist bei dir rausgekommen? Ich habe auch ständig neue diagnosen.Anfang ms,muskelentzündung,polyneuropathie,fibromyalgie usw.. Es ist zum verzweifeln.und das geht nun auch schon über 4 jahre so.

Liebe grüsse