Aktiver Schub- und jetzt!? Wie läuft das bei euch?

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von Kira89_MS_ist_Scheiße
Am
Beiträge: 4
Registriert: 10. Januar 2022, 16:51

Aktiver Schub- und jetzt!? Wie läuft das bei euch?

Hallo zusammen,
ich habe mal zwei Fragen an euch...
Ich hatte letztes Jahr meinen ersten richtig schweren Schub :cry:
Dieser kam Donnerstag Nachmittag. Nachdem es Freitag nicht besser war, habe ich die Neurologin angerufen und wurde auf Montag vertröstet, da diese keine Zeit mehr hatte mich anzuschauen. Ich war dann aus Verzweiflung im nächst gelegenen Krankenhaus in der Notaufnahme/Notfallpraxis. Die haben mich nicht behandeln wollen, weil die nicht wussten ob es ein Schub ist oder ein Infekt und welche Dosis an Cortison ich dann bräuchte und wie lange. Die wollten dann, dass ich mich stationäre in das Krankenhaus begebe, wo die Diagnose damals gestellt hatte. Das wollte ich aber nicht bzw. ich war zu erschöpft dort hin zu fahren und habe ich wieder heim geschleppt und das Wochenende dann irgendwie rumgebracht.
Wie ist das bei euch bei einem aktiven Schub? Wo wird euch geholfen bzw. was macht ihr? Kann ich mir selber Cortison besorgen in z.B. Tablettenform und mich dann selber behandeln am Wochenende oder muss ich dann stationär in die Klinik?

Danke euch und liebe Grüße
Kira

von Sarah1280
Am
Beiträge: 66
Registriert: 8. Oktober 2015, 21:53

Re: Aktiver Schub- und jetzt!? Wie läuft das bei euch?

Hallo Kira,
Also bei meinem Neuro ist das kein Thema bei MS und plötzlichen Schub noch am gleichen Tag kommen zu können, notfalls in der Mittagspause.
Meine Schübe waren immer am Wochenende und ich habe dann immer bis Montag gewartet und dann direkt angerufen und konnte auch immer direkt kommen. Alternativ geht nur die stationäre Aufnahme in der nächsten Uniklinik, die machen bei uns keine ambulante Cortisonstoßtherapie, geht nur stationär, da warte ich dann lieber bis mein Arzt wieder da ist, natürlich wenn es ein extremer Schub wäre, würde ich natürlich dann doch in die Klinik am Wochenende.
Cortison wird ja normalerweise 1000mg intravenös gegeben, es gibt auch Tabletten, aber da ist die max.Dosis 50mg und ich bekam die mal für über das Wochende bei einem Schub der Ende der Woche auftrat, bis dahin Infusion und dann übers Wochenende die Tabletten, aber da wurde mir gesagt max.wegen Magen 10 Stück, also 500mg, halbe Dosis einer Infusion, die soll man dann auch alle auf einmal nehmen jnd nicht über den Tag verteilt. Macht mein Arzt nur ungern und wirklich nur für über das Wochenende.

Liebe Grüße

von susaen
Am
Beiträge: 994
Registriert: 24. Januar 2013, 16:37

Re: Aktiver Schub- und jetzt!? Wie läuft das bei euch?

Hi Kira89,
Kira89_MS_ist_Scheiße hat geschrieben:
19. Januar 2022, 14:12
Wie ist das bei euch bei einem aktiven Schub? Wo wird euch geholfen bzw. was macht ihr? Kann ich mir selber Cortison besorgen in z.B. Tablettenform und mich dann selber behandeln am Wochenende oder muss ich dann stationär in die Klinik?
Ein Schub sollte zwar schnell behandelt werden, aber ein paar Tage kann man meistens auch abwarten.

Cortison gibt es auch in Tablettenform, allerdings muss man dann auch wissen, was man macht.

Als Infusion wird meistens 1000mg Methylprednisolon verwendet, das gibt es auch als 40mg Tabletten....
Als 50mg Tabletten gibt es Prednisolon, hier ist aber die Äquivalenzdosis zu 1000mg Methylprednisolon -> 1250mg Prednisolon.

Dann gibt es noch Dexametason als mögliches Kortison, hier muss man allerdings nicht nur die Äquivalenzdosis beachten, sondern auch die Länge der Wirksamkeit und die Liquorgängigkeit.
Bei Dexamethason reichen deswegen meistens 40mg aus (das wären 5 Tabletten a 8mg).

Nur musst du einen Arzt finden, der dir das auch verschreibt, und du musst wissen, was du machst.
Vor der Einnahme musst du Infekte ausschließen, vor allem Blasenentzündungen müssen ausgeschlossen sein, das geht mit Teststreifen.
Zudem muss du einen Schub auch von Uhthoff unterscheiden können.
Und der Uhthoff kann schon bei Zyklusbeschwerden zuschlagen...

Ich habe meine Diagnose seit über 22 Jahren und ich habe immer Dexamethason im Haus, ich bekomme das von meinem Neuro und die weiß auch, das ich meine MS so gut kenne, das ich weiß was ich mache.

Vor allem ich kann auch die Nebenwirkungen von Dexamethason einschätzen, denn die können weitaus härte sein als die von Methylprednisolon.

Grüße
susaen