MS - Neudiagnose

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Gerade ohne Erfahrung können ein paar kleine Hilfestellungen Großes bewirken.
von Aorta
Am
Beiträge: 198
Registriert: 25. Januar 2013, 19:41

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

hallo,

ich finde das thema schwierig! schwierig, weil es beim pflegegrad ja oft um die ständige pflege oder auch viel um demenz geht.

neben der ms erkrankung, besteht noch eine rheuma erkrankung, welches zur emr führte. gdb von 90, merkzeichen g.

da ich mittlerweile schon lange erkrankt bin, habe ich öfters phasen, wo nicht mehr viel geht.
dann ist es oft so, das ich viel hilfe brauche. hilfe bei arztbesuchen, kg, duschen, einkaufen, sauber machen, kochen usw. auch sind einige hilfsmittel wie z.b. duschlifter usw. vorhanden.

hier kennt sicher der eine oder andere was ich meine!?

dann gibt es wiederum gute phasen, wo ich gut zurecht komme und viel alleine machen kann.
ich frage mich schon länger, wie man sowas beim pflegegrad beschreibt, da dann die hilfestellung zeitweise und nicht dauerhaft ist.

hat jemand dbzgl. schon erfahrungen mit dem mdk/pflegegrad gesammelt? das würde mich sehr interessieren!

danke!
aorta

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von Trof
Am
Beiträge: 4466
Registriert: 2. Februar 2013, 20:39

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo Aorta,

mir wurde zu Beginn der Erkrankung seitens der KK selbst dazu geraten umgehend die Pflegestufe zu beantragen.

Die Nette Dame von der Pflegekasse, die mich diesbzgl besuchte und beraten hat, meinte zwar noch, sie glaube nicht, das ich die Pflegestufe bekomme, aber es wäre wichtig, das ich sie schonmal beantragt hätte.

Damals ging es ja noch um Pflegestufen und ich sollte im Vorfeld Pflegetagebuch führen.

Als der MDK kam, haben wir ihm das vorgelegt inkl sämtlicher Berichte vom Arzt und vom KH.

Und ich habe die Pflegestufe bekommen.

Nächste Woche werde ich dann beim halbjährlichen Besuch des Pflegedienstes auch mal eine Haushaltshilfe beantragen.

Das wird einem ja von der Pflegekasse bezahlt über den Entlastungsbetrag, der einem zusteht.


Du kannst nichts verlieren, beantrage den Pflegegrad und informiere dich im Virfeld bei der Kasse, was du für den Besuch des MDK brauchst.

Gute Vorbereitung darauf ist wichtig!

Alles Gute für dich
Steffi


von Waldfee
Am
Beiträge: 78
Registriert: 24. Januar 2013, 20:30

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo Aorta,

ich habe Ende April einen Pflegegrad beantragt. Schriftlich wird der Termin zur Begutachtung mitgeteilt. Was du dafür brauchst, steht in dem Brief. Wenn vorhanden Arztbriefe und Krankenhausbriefe. Ich hatte keinen Arztbrief, das war auch nicht schlimm. Und eine Kopie des Schwerbehindertenausweises.

Im Mai kam dann eine Dame vom MDK. Die Begutachtung dauerte eine Stunde. Dabei haben wir uns unterhalten, d.h. sie hat alles abgefragt. Dann wollte sie noch das Schlafzimmer und Badezimmer sehen.

Sie sagte auch gleich, dass ich einen Pflegegrad bekommen werde. Schriftlich bekam ich das durch die KK eine knappe Woche später mitgeteilt.

Nun warte ich darauf, dass ich eine Haushaltshilfe durch den Pflegedienst bekomme (das scheint wohl das Schwierigste z sein :D ).

Ich bin sehr froh, dass ich das endlich angegangen bin, denn ich habe es seehehr lange vor mir hergeschoben.

VG Waldfee




von Aorta
Am
Beiträge: 198
Registriert: 25. Januar 2013, 19:41

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

danke für eure antworten!

der ablauf bei einem pflegegrad ist mir bekannt.
habe das schon mehrfach durch. privat aber auch beruflich.

mich interessiert vordergründig, wie der mdk mit wechselnen beschwerden umgeht?
was wenn der mdk zu einem nach hause kommt, und es geht einem gerade gut?

genau das beschäftigt mich und schreckt mich davon ab, den pflegegrad zu beantragen.

eine putzfrau habe ich schon seit jahren, immer privat gesucht.
wenn ihr die 125€ (entlastungsbetrag)für eine putzfrau beim pflegedienst ausgeben wollt, wird es teuer.
zumindest bei meinen vater kostet die stunde 26€ plus 5€ anfahrt.

viele grüße
aorta




von Ariane52
Am
Beiträge: 314
Registriert: 30. Januar 2013, 14:34

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Aorta hat geschrieben: danke für eure antworten!

der ablauf bei einem pflegegrad ist mir bekannt.
habe das schon mehrfach durch. privat aber auch beruflich.

mich interessiert vordergründig, wie der mdk mit wechselnen beschwerden umgeht?
was wenn der mdk zu einem nach hause kommt, und es geht einem gerade gut?

genau das beschäftigt mich und schreckt mich davon ab, den pflegegrad zu beantragen.

eine putzfrau habe ich schon seit jahren, immer privat gesucht.
wenn ihr die 125€ (entlastungsbetrag)für eine putzfrau beim pflegedienst ausgeben wollt, wird es teuer.
zumindest bei meinen vater kostet die stunde 26€ plus 5€ anfahrt.

viele grüße


@al

kann mir jemand erklären, wie ich den Entlastungsbetrag über 125,00 € erhalte bzw. wie es sich damit verhält?
Wird das Geld automatisch überwiesen oder muss man Quittungen über die geleisteten Aufwendungen einreichen. z. b. an Putz bzw. Haushaltshilfe gezahlte Summe?

Ich habe Pflegegrad 2 erhalten und einen Entlastungsbetrag wurde mir zugestanden.

VG
Ariane

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von Trof
Am
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Registriert: 2. Februar 2013, 20:39

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo Ariane,

Soweit ich weiß wird einem der Betrag nie auf eigene Konto überwiesen. Er wird bei der KK für einen bereitgestellt bzw. auf einer Art persönl. Pflegekonto geführt.

Ich z.b. buche davon über meinen Pflegedienst jmd., der nach Hause kommt und mir die Wohnung putzt.
Bisher geht das noch recht großzügig, da ich noch Beträge aus älteren Jahren zur Verfügung habe.

Wenn man aber nur die 125€ hat, was bei mir dann irgendwann auch der Fall ist, lasse ich wöchentlich jmd für eine Std kommen, wahlweise könnte man auch 2 Std alle 2 Wochen machen zB.

Eine privat gesuchte Putzkraft, die wesentlich billiger wäre, kann man aber nicht nehmen, das erkennt die Kasse nicht an.

Ich hab dann auch eine Abtretungserklärung bei meinem Pflegedienst unterschrieben.
Der rechnet dann alles direkt mit der KK ab. So habe ich nichts weiter damit zu tun abrechnungstechnisch.


Man sollte allerdings quartalsweise mal nach dem "Kontostand" fragen bei der Kasse, damit man nicht ins Minus rutscht und aus eigener Tasche nachzahlen muss.

Leider bekommt man keine automatische Info von der Kasse, was an Entlastungsbetrag zB am Jahresende noch übrig ist.

Entlastung Leistungen, die nicht in Anspruch genommen wurden kann man bis 30.06. mit ins Folgejahr übertragen, ehe sie dann verfallen leider.

LG Steffi

von Ariane52
Am
Beiträge: 314
Registriert: 30. Januar 2013, 14:34

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo Steffi,

man, dass ist ja mega Mist- ich hätte nämlich jemand aus der Familie, die das machen würde. Aber natürlich möchte ich ihr auch etwas dafür bezahlen!

Wenn die Pflegekasse das aber nicht akzeptiert, kann ich das ja nur aus eigner Tasche bezahlen.
Blöde Regelung- finde ich...

VG
Ariane

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von Trof
Am
Beiträge: 4466
Registriert: 2. Februar 2013, 20:39

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo Ariane,

ich würde einfach mal bei deiner Pflegekasse anrufen und fragen, wen du nehmen kannst, damit du es vom Entlastungsbetrag der Kasse bezahlt bekommst.

Es muss glaube ich nicht unbedingt ein Pflegedienst sein, aber irgend was anderes offizielles sicher schon.
Ein Privatperson vermutlich nicht, aber frag da einfach mal nach ;-)

Die brauchen ja eine offizielle Rechnung.

LG Steffi

von Brillosaurus01
Am
Beiträge: 7233
Registriert: 24. Januar 2013, 16:23

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Hallo ihr,

heute gibt es doch keine Frage mehr, die man über Google nicht abklären kann.

Vielleicht helfen euch ja schon diese Infos:

http://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegeleistungen/pflegegeld/beantragen/

LG, Jörg

von Ariane52
Am
Beiträge: 314
Registriert: 30. Januar 2013, 14:34

Pflegegrad beantragen - ja oder nein?

Stimmt, man kann alles bei Google finden.
Aber eine persönliche Erfahrung kann Google nicht ersetzen!

Vielen Dank für den link;: damit kann man schon mal etwas anfangen.

Gruß
Aiane