Untersuchungen

Schritt für Schritt: So wird MS diagnostiziert

Eine frühe Diagnose der Multiplen Sklerose ist sehr wichtig, denn der frühzeitige Beginn einer Therapie kann sich positiv auf den Verlauf der Krankheit auswirken. Der Nachweis der Erkrankung ist bereits nach dem ersten Schub möglich.

MS-Symptome sind unspezifisch

Hast auch du deine Beschwerden anfangs nicht ernst genommen? Die Symptome von Menschen mit MS können individuell sehr unterschiedlich sein. Vor allem zu Beginn der Erkrankung sind sie teilweise so unspezifisch und schwach ausgeprägt, dass sie selbst von den Betroffenen zunächst kaum bemerkt werden. Aus diesem Grund ist die MS nicht immer sofort eindeutig zu diagnostizieren.

Der Neurologe versucht in der Regel, die Diagnose abzusichern, indem er andere Erkrankungen sorgfältig ausschließt. Denn bestimmte Infektionskrankheiten, andere chronisch-entzündliche oder entzündlich demyelinisierende Erkrankungen können ähnliche Symptome hervorrufen wie die MS.

Noch Fragen? Nimm Kontakt mit unserem MS Service-Center auf, wir freuen uns auf dich und helfen dir gerne weiter.

Mehrere Untersuchungen notwendig

Ein einzelner Test reicht in der Regel nicht aus, um eine MS mit hundertprozentiger Sicherheit zu bestätigen oder auszuschließen. Die Diagnose stützt sich daher auf mehrere Untersuchungen.

Am Anfang steht meist ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt, wobei er deine Vorgeschichte (Anamnese) genau beleuchtet. Es folgen meist neurologische Untersuchungen, bei der er dein Nervensystem von Kopf bis Fuß genau überprüft, sowie eine Magnetresonanztomografie (MRT), bei der er nach Entzündungsherden in Gehirn und Rückenmark sucht. Blutuntersuchungen und gegebenenfalls auch eine Untersuchung des Nervenwassers können weitere Hinweise liefern.

Diagnosekriterien

Ärzte nutzen die sogenannten McDonald-Kriterien, um die Diagnose einer Multiplen Sklerose zu sichern oder auszuschließen. Diese Kriterien, aufgestellt von einer Arbeitsgruppe um den Mediziner McDonald, beziehen insbesondere die bildgebende Diagnostik mittels Magnetresonanztomografie (MRT) ein. Auch die Zahl der Schübe und ggf. das Ergebnis der Liquoruntersuchung fließen in die Auswertung ein.

Klarheit schon nach dem ersten Schub

Die McDonald-Kriterien ermöglichen eine frühe Diagnose bereits nach dem ersten Schub. Die MS kann somit früh mit einer wirksamen Therapie behandelt und der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst werden.

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