Verlauf

Jede MS ist anders: die 1.000 Gesichter der Krankheit

MS wird oft auch als die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern bezeichnet. Im Gegensatz zu vielen anderen chronischen Krankheiten ist es nicht einfach, die vielfältigen Erscheinungsformen der MS in Bezug auf Symptome, Verlauf und Therapie auf einen Nenner zu bringen.

Immer anders: der unterschiedliche Beginn

Der Beginn einer MS kann ganz unterschiedlich aussehen. Eventuell verändert sich das Sehvermögen. Oder du fühlst dich schneller erschöpft als sonst. Vielleicht hast du auch Probleme mit der Blase. Der Beginn einer MS äußert sich bei dem einen Patienten so, bei dem anderen Patienten ganz anders. Das macht es nicht einfach, eine MS sofort zu erkennen. Eine zusätzliche Schwierigkeit: Jedes der zahlreichen Symptome einer MS kann, einzeln betrachtet, auch auf eine andere Krankheit hindeuten.

Fragen zum Umgang mit deinen Symptomen im Alltag? Erfahrene MS-Coaches im MS Service-Center kennen gute Tipps. Nimm einfach Kontakt auf.

Symptomen frühzeitig auf den Grund gehen

Aufgrund der Vielfalt der Symptome kann die Diagnosestellung, ob eine MS vorliegt oder nicht, etwas langwierig sein. Den einen MS-Test gibt es leider nicht. Aber ein Neurologe kann verschiedene Untersuchungen vornehmen, deren Ergebnisse eine sichere Diagnose erlauben.

Sollte sich im Anschluss an einen Besuch beim Hausarzt der Verdacht stellen, dass du an einer MS erkrankt bist, ist der Gang zum Spezialisten immer ratsam. In den Leitlinien wird empfohlen, möglichst frühzeitig mit einer Therapie zu beginnen, um den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen zu können.

Weiterer Verlauf individuell

Was für den Beginn einer MS gilt, zeigt sich auch im weiteren Verlauf der Erkrankung. Zwar gibt es typische Verlaufsformen, wie die Erkrankung aber konkret verläuft, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Individuelle, variable Verläufe mit unsicherer Prognose sind ein fester Bestandteil des Krankheitsbilds einer MS.

Unterstützung in Anspruch nehmen

Gerade die Unberechenbarkeit einer MS kann Betroffenen zu schaffen machen. Deswegen treten zu körperlichen Einschränkungen oft psychische Probleme. Da die Krankheit das ganze Leben betrifft, tun sich viele Fragen auf:

  • Kann ich in ein paar Jahren meinen Beruf noch ausüben?
  • Ist künftig Reisen noch möglich?
  • Was ist mit Autofahren?

Ganz wichtig ist, angesichts vieler Unsicherheiten nicht in Passivität zu verfallen und sich mit der Krankheit aktiv auseinanderzusetzen. Und sich die Unterstützung zu holen, die es braucht: in der Familie oder bei Freunden, aber auch bei professionellen Ansprechpartnern.

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